Im Seeland hat sich Agriverdura Jampen auf den Kohl spezialisiert, den man in den Regalen
der Migros Neuenburg-Freiburg findet. Migros hat das Unternehmen besucht, um mehr
über diese Produktion zu erfahren.
In Brüttelen, hinter schweren Türen, sind Dutzende von Boxen mit Kohl gestapelt. Zwischen 300 und 400 Tonnen werden auf 12 Hektar geerntet, erzählen uns Stefan Jampen, der Leiter von Agriverdura Jampen, und Rolf Hediger, der für den Verkauf zuständige Cousin. Das Familienunternehmen ist seit über 30 Jahren im Kohlgeschäft tätig.
Dank eines Lagerraums, in dem die Temperatur konstant bei 1 Grad gehalten wird, kann der Kohl monatelang gelagert werden. «Diese Kohlköpfe wurden am 31. Oktober geerntet, jene am 11. November», sagt Rolf Hediger und weist auf die Informationsetiketten. Die weissen Kohlköpfe halten bis Juni, die roten, empfindlicheren, müssen bis Ende März verkauft werden.
Für die Migros Neuenburg-Freiburg kommen nur die schönsten Exemplare infrage.
Am Morgen dieser Reportage haben die Mitarbeiter die Lieferungen an die Genossenschaft
vorbereitet: kleine Kohlköpfe, zwischen 350 Gramm und 1,2 kg.
«Unsere Sorten können sich im Lauf der Jahre ändern, immer mit dem Ziel, sich den Kundenbedürfnissen anzupassen», erklärt der Verkaufsleiter. «Früher waren die Familien gross, heute gilt: je kleiner, desto besser!»
Für ein strahlendes Aussehen werden die äussersten Blätter entfernt und der Strunk frisch angeschnitten. Damit die Oberfläche schön weiss bleibt und nicht braun wird, werden die Kohlköpfe «Aus der Region. Für die Region.» einem Lieferunternehmen übergeben. Das Gemüse wird am folgenden Tag im Regal liegen, «garantiert frisch»!
Bleibt nur noch, sie zu geniessen: die weissen im Winter in der Suppe, die roten auch im Sommer als Salat, denn «Suppe bei 30 Grad draussen ist nicht das, was wir bevorzugen», stellt Rolf Hediger klar.